Neumarkter SPD will mehr Sitze holen

Die Neumarkter SPD hat ihre Liste für die Stadtratswahl 2020 aufgestellt
Lothar Röhrl

07. Februar 2020

Die Genossen setzen ihre aktuellen Stadträte auf sichere Plätze. Ziel für die Wahlen sind zwischen vier und acht Sitze.

Neumarkt.28 Wahlberechtigte legten 40 Kandidaten fest. Und damit kommt die Neumarkter SPD ohne Doppel- oder Dreifachnennung bei ihrer Liste für die Stadtratswahl am 15. März 2020 aus. Der Ortsverband hat am Samstag im Sportheim des SV Stauf sein Angebot für Neumarkts Wähler auf die Kante genäht. Mit Ursula Plankermann (Fraktionsvorsitzende), Gertrud Heßlinger (2. Bürgermeisterin), Gisela Stagat und Günther Stagat sind auf den ersten fünf Plätzen die aktuellen vier Räte vertreten.

Freilich: Von dieser Aufstellungsversammlung ging die Botschaft aus, dass es 2020 bis 2026 schon mehr Sozialdemokraten im Neumarkter Rat geben möge. „Vier plus x“, gab Ursula Plankermann als Ziel aus. Nicht so bescheiden sah das Günther Stagat. Er würde sich erst mit acht Räten in der nächsten sechsjährigen Sitzungsperiode zufrieden geben.

SPD sieht sich als Themengeber

Stagat zählte auf, für welche Themen seine Fraktion in der bald zu Ende gehenden Stadtratsperiode verantwortlich gewesen sei. So ist es laut Stagat die SPD gewesen, die im Stadtrat als erste den Verzicht auf die Straßenausbaubeiträge gefordert habe. Als sich seine Partei für den Schutz der Bienen eingesetzt habe, sei von den Grünen weit und breit noch nichts zu sehen gewesen. Für das entschiedene Eintreten der SPD gegen einen Neubau der Feuerwehrwache nahe der OBI-Kreuzung habe es gar dankbare Telefonanrufe von der Neumarkter Wehr gegeben.

Er selbst habe deutlich vor den Problemen gewarnt, die der geplante Standort des neuen Ganzjahresbades schaffen würde. Auch sonst biete die SPD einiges an klaren Standpunkten, die sie auf den Tisch legen könne.

Stagat warb auch für den Bürgerdialog. So heißt eine locker terminierte Reihe von Vorträgen und Diskussionen. Unabhängig von der Kommunalwahl gehe es heuer und das gesamte Jahr 2020 über um örtliche und überregionale Themen wie Rente, Organspende, Mobilität der Zukunft, ÖPNV in Stadt und Kreis sowie die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Anders als Stagat und dann auch Ursula Plankermann gab Gertrud Heßlinger keine feste Zahl aus, wie viele Sitze die SPD erringen soll. Sie zeigte sich vielmehr stolz darauf, dass die Liste zum einen 15 Frauen aufbiete – und zum anderen seien Menschen vertreten, die mitten im Leben stehen. Dabei handele es sich auch um ehrenamtlich als Vereinsvorsitzende engagierte Neumarkter wie Luisita Lang, die Neumarkts Obst- und Gartenbauverein reaktiviert habe. Insgesamt habe die SPD Kandidaten, die den Bürgern zeigten, dass sie ihnen helfen wollen.

Partei stellt Landratskandidaten

Wahlleiter an diesem Nachmittag war Johannes Foitzik. Der Neumarkter Ortsvorsitzende bat die Kandidaten darum, sie sollten zeigen, dass die SPD die Partnerin der Bürger sei. Sie setze sich für deren Probleme im Alltag ein. Foitzik ist übrigens auch SPD-Kreisvorsitzender. Von der Mittelbayerischen befragt, zeigte er sich davon überzeugt, dass die Genossen am 7. November bei der Kreisdelegiertenversammlung eine vollständige 60 Namen umfassende Kreistagsliste aufbieten werden.

Nur Erwin Jung wird nicht mehr antreten. Die ausscheidenden Bürgermeister Carolin Braun (Dietfurt) und Helmut Himmler (Berg) sind wieder dabei. Noch steht dies nicht fest. Für die Landratswahl werde die SPD aller Voraussicht nach ebenfalls wieder einen Kandidaten aufbieten. Auch der werde am 7.November nominiert.

Quelle: https://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt-nachrichten/neumarkter-spd-will-mehr-sitze-holen-21102-art1839383.html Autor: Lothar Röhrl, Mittelbayerische Zeitung

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