Genossen schicken Sinzinger in Parsberg

Christian Sinzinger (M.) wurde als Bürgermeisterkandidat der Parsberg-Darshofener SPD für die Wahl am 15. März 2020 nominiert.
Günter Treiber

07. Februar 2020

Nach einer Vorauswahl im August wurde der 29-jährige Parsberger einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der SPD gewählt.

PARSBERG.Korrekt und in geheimer Wahl hat die SPD Parsberger im TV-Sportheim am Samstag sowohl den Bürgermeisterkandidat nominiert als auch die Kandidatenliste zum Stadtrat aufgestellt. Samt uns sonders gab es große Einstimmigkeit. Die einzelnen Kandidaten stellten sich kurz vor.

Auch für die kommende Legislaturperiode ab 1. Mai 2020 wollen die SPD-Ortsvereine Parsberg und Darshofen gemeinsame Sache machen und haben eine gemeinsame Liste erstellt. Wie dazu herausgestellt wurde, ergibt die Liste eine Mischung aus jungen Leuten, die sich für ihre Heimatstadt politisch einbringen wollen und aus erfahrenen und bereits langjährig tätigen Stadträten – wie vor allem Josef Hierl sowie Martin Beiderbeck und Christian Sinzinger.

Ganz nach vorne und auch ganz neu, wählte man den SPDler Manuel März und ebenfalls neu und mit der Aussicht ins Gremium zu kommen, Rosemarie Eglmaier. Allerdings sind insgesamt lediglich drei Frauen auf der 20er Liste. Es ergibt sich ein Altersschnitt von etwa 40 Jahren.

Digitalisierung und Verkehr

Nicht nur, wenn er Bürgermeister wird, werde er sich um die Digitalisierung, den Verkehr und die Nachhaltigkeit bemühen, betonte Sinzinger in seinem Statement, sondern, und das selbstverständlich, auch als Stadtrat und eventueller Fraktionsvorsitzender.

Der heute 29-Jährige ist in Parsberg geboren, aufgewachsen und immer noch hier wohnhaft. So war ihm auch vor sechs Jahren klar, als er als einer der Jüngsten in den Stadtrat einzog, dass er sich kommunalpolitisch einbringen möchte. Seit dieser Zeit hat Sinzinger engagiert mitgearbeitet. Was er künftig, zusammen mit seinen Mitstreitern im Stadtrat bewirken will, machte er der Versammlung klar.

„Es wird Zeit“, so Christian Sinzinger eingangs seiner Ausführungen, „dass Parsberg massiv in den Ausbau seiner digitalen Infrastruktur investiert, denn eine schöne Homerpage ist schon lange nicht mehr ausreichend, um die Bürger unserer Gemeinde auf dem Laufenden zu halten“. Wie er das im Einzelnen meint, führte Sinzinger weiter aus. Zusammengefasst stellt sich der Bürgermeisterkandidat als Beispiele ein öffentliches WLAN vor, die Vereinshomepages sollten an die Stadtseite angekoppelt werden, Bauanträge digital eingeben, die „Papierform“ sollte peu à peu verschwinden. „Da gibt es ein riesiges Potenzial in Parsberg“, so Sinzinger, „mit dem man ein strahlendes Leuchtturmprojekt als Beispiel für andere Kommunen aufbauen könnte“.

Viele Baustellen in Parsberg

Eine große Baustelle, meint Sinzinger, sei der Verkehr. „Unsere Fraktion fordert seit Jahren ein Konzept“, sagt Sinzinger, „das jetzt im Wahlkampf die Mehrheitsfraktion ausnutzt“. Sinzingers nannte als weitere Themen Nachhaltigkeit bei der Energie. Der „leichtfertige Umgang mit Grund und Boden in Parsberg“ müsse neu geregelt werden und die Neugestaltung der Stadtmitte beschäftige die SPD weiter.

Teilen